Kultur am Nachmittag: Volkskunde und Ideologie zur Zeit der Option in Südtirol
Vortrag

Meran, urania-Haus, Ortweinstr. 6
Kurs Nummer: 1910D12031, Meran
Zeit: 15:30 - 17:00 Start: Di 03.12.2019
Kursdauer: 1 / 1.5 Unterrichtseinheiten
Start: Di 03.12.2019
Eur 5,-
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Hinweis zu den Gebühren: /20 € für das ganze Semester (8 Nachmittage)

Details zum Angebot

Im Jahr 1939 wurde die deutsch- und ladinischsprachige Bevölkerung Südtirols vor die Wahl gestellt, entweder in Hitlers Deutsches Reich auszuwandern oder in Mussolinis Italien zu verbleiben. Viele wählten die "Option" für Deutschland, ehe die unter Heinrich Himmler begonnene "Umsiedlung Südtirol" infolge der Kriegsereignisse zum Stillstand kam. Himmler leitete auch die SS-Forschungs- und Lehrgemeinschaft "Das Ahnenerbe", deren Aufgabe darin bestand, "nordisch-germanische" Kultur zu erforschen. Im Sinne des NS-ideologischen Mandats bildete das Ahnenerbe in Südtirol eine sogenannte "Kulturkommission", die von 1940-1943 unfangreiche volkskundliche und sprachwissenschaftliche Forschungen durchführte. Bezugnehmend auf James R. Dows Buch "Angewandte Volkstumsideologie. Heinrich Himmlers Kulturkommissionen in Südtirol und der Gottschee" (2018) geht der Vortragende u.a. auf die Sammlungen von Alfred Quellmalz (Volksmusik), Richard Wolfram (Volksbräuche) und Bruno Schweitzer (Dialekte) ein und erörtert die Frage nach dem Wert dieser problematischen Sammlungen für die Gegenwart.

Zusätzliche Termin Information:

Dienstag, 03.12.19, 15.30

Kurstage

Datum
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Dauer
Ort
Di 03.12.2019
15:30 - 17:00
90
Meran, urania-Haus, Ortweinstr. 6
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Meran, urania-Haus, Ortweinstr. 6
Meran
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