Die neuen Meraner – Gesichter und Stimmen einer Stadt im Wandel
Im Mittelpunkt dieses Projektes steht die Fotoausstellung der Meraner Fotografin Paola Marcello, welche in den letzten Jahren viele Zuwanderer und ihre Familien kennen gelernt, interviewt und fotografiert hat.
2009 lebten in Meran 37.667 Personen, davon waren 5.271 AusländerInnen bzw. neue BürgerInnen, das sind knapp 14 %. 1.592 kamen davon aus den EU Staaten, weitere 2.253 aus anderen europäischen Staaten, 1.426 aus Asien, Afrika oder Amerika/Ozeanien. (Quelle: Gemeindedatenblatt ASTAT)
Vor allem die in Folge von Familienzusammenführungen höhere Anzahl von Ausländerkindern in den Schulen hat zu einer stärkeren Wahrnehmung der ausländischen Mitbürger geführt. Für die Stadt Meran bedeutet dies eine große Herausforderung.
Der Arbeitsmarkt stellt eines der wichtigsten Instrumente zur Integration der Einwanderer dar. Im Jahr 2009 gingen im Durchschnitt mehr als 28.000 Ausländer in Südtirol (von insgesamt knapp 40.000) einer abhängigen Beschäftigung nach: 19.000 mehr als 10 Jahre zuvor. Arbeit kann aber nicht der einzige Bereich für die Eingliederung sein.
Um einen optimalen Integrationsprozess zu fördern und um sie als aktive Protagonisten zu gewinnen, ist es notwendig, die Beteiligung der neuen MitbürgerInnen am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben zu unterstützen. Kulturelle Unterschiede sollen dabei als Reichtum und Mehrwert in einem Land dargestellt werden und der gegenseitige Respekt muss die Grundlage für die Integration und Aufnahme sein.
Leider führen fehlende Informationen immer noch zu Stereotypen und falschen Vorstellungen und viele Studien bestätigen, dass in Südtirol ausländerfeindliche Tendenzen gerade dort vorhanden sind, wo kaum Kontakte stattfinden.
Die Notwendigkeit einen interkulturellen Dialog in Gang zu setzen und das gegenseitige Verständnis zu fördern ist evident.
Vorliegendes Kulturprojekt verfolgt folgende Ziele:
- Darstellung der Lebenserfahrungen der neuen BürgerInnen und deren Beziehung zum Gastland und zu Meran
- das Interesse für andere soziale und kulturelle Realitäten wecken
- eine bessere Integration und Aufnahmekultur fördern
- Beziehungen herstellen, Vergleiche, Gedankenaustausch und Annäherung zwischen verschiedenen Kulturen schaffen







