Hier gibt es noch freie Plätze

Yoga, ab Dienstag, 31. März, 20.00
Wirbelsäulengymnastik,
ab Donnerstag, 2. April, 19.00
Vipassana - Einführung in buddhistische Meditation, ab Dienstag, 7. April, 20.00
Beckenbodentraining, Pilates und Frauenpower, ab Mittwoch, 8. April, 10.00
Reiseplanung im Internet, ab Mittwoch, 8. April, 17.15

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Das Sommerprogramm für Kinder und Jugendliche ist online!

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Gatterer9030: Aktueller Standort der Ausstellung und Nachtrag zur Ausstellung in Brixen

Die Wanderausstellung gatterer 9030 ist zurück nach Meran gekommen, bis zum 31.3. steht sie in der Fachoberschule für Soziales "Marie Curie" (Mazziniplatz 1, Meran).

 

gatterer

 

 

Ein Bericht zum Projekt Gatterer9030 von Margit Oberhammer (Dolomiten, 12.2.2015) über die Gattererausstellung in Brixen im Februar 2015

„Ein gescheiter Mensch"
BRIXEN. „Tatsachen sind nicht ausgewogen" war eine von Claus Gatterers Maximen. Der Satz fällt in einem Interview mit einem langjährigen Mitarbeiter Gatterers für die sozialkritische Fernsehsendung „teleobjektiv". Das Interview kann man sich in der interaktiven Wanderausstellung Gatterer 9030 anhören. Claus Gatterer. der im vergangenen Jahr 90 Jahre alt geworden wäre und 1984, also vor 30 Jahren, gestorben ist hat einen unangepassten Journalismus betrieben. Er weigerte sich, Tatsachen zurecht zu rücken, um die Mächtigen in Politik und Wirtschaft zu schonen. Er war einfach ein „gscheider Mensch" bringt es Paul Flora in einem ebenfalls in der Ausstellung gezeigten Interview auf den Punkt. Ein gescheiter Mensch, der zudem anständig war. Nicht nur für Paul Flora etwas von Seltenheitswert. Die von der Urania Meran initiierte Ausstellung macht derzeit an der Universität in Brixen Station. Sie umfasst Printmedien, eine Hör- und eine Videostation und hat eine Internetseite aufgebaut. Sie ist ein vereins- und institutionen über-greifendes Produkt und richtet sich hauptsächlich an Oberschulen und Bibliotheken. Die Kuratoren Thomas Hanifle und Martin Hanni haben in Gatterers Nachlass, in Zeitungs- und Rundfunk-Archiven gründlich recherchiert. Im Eigangsbereich West des Universitätsgebäudes sind drei kleine Boxen aufgestellt Biographische Daten und aussagekräftige Zitate aus dem privaten Nachlass geben einen guten Einblick in die geistige Arbeit des Journalisten und Historikers. Seine Schriften samt Übersetzungen könnten zum Schmökern gedacht sein, wenn die Eingangshalle hin zum Autobahnhof etwas einladender wäre. Trotzdem würde es sich die Ausstellung verdienen, von den Studierenden aufgesucht zu werden, bevor sie fluchtartig das Gebäude verlassen. Sie könnten sich auf dem schmalen Holzbänkchen niederlassen, in den Zeitungskopien blättern und hinein lesen in Gatterers außenpolitische Kommentare während der Zeit des Kalten Kriegs, über die schwierigen Beziehungen zwischen Österreich und Italien, über die Neonazi-Szene. Sie könnten sich die Kopfhörer überstülpen und aus den Hörbeiträgen Einiges erfahren über journalistisches Berufsethos oder über die Ablehnung, die Gatterer in Südtirol entgegen schlug. Die Studenten könnten etwas über den für heutige Verhältnisse sehr ungewöhnlichen Umgang mit dem Medium Fernsehen erfahren, das Gatterer schätzte und für einen Einsatz für soziale Randgruppen klug zu nutzen verstand.
Eine Studentin aus den Philippinen, Studiengang Kommunikationswissenschaften, nähert sich zögerlich und beginnt zu lesen. Ich frage sie, warum sie sich für Gaus Gatterer interessiert Die Ausstellung sei ihnen von der Anthropologieprofessorin empfohlen worden, sagt die Studentin. Es ist zu hoffen, dass die Studierenden dieser Empfehlung wenigstens auf der Internetseite 
www.gatterer9030.info folgen. Diese Seite ist übrigens hervorragend gemacht und bietet eine Fülle von Materialien zum Sehen und zum Hören, nicht zuletzt aufschlussreiche Interviews mit jenen Journalisten, die den Claus Gatterer-Preis erhalten haben.

 


 

 

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